So., 15. November 2026, 17 Uhr

Anna- Was die Zeit nicht heilt

Zeichnung & Klang im Dialog

Christina Laube- Buchautorin

Friederike Bauer- Viola

Kasia Wieczorek- Klavier

Die eindrucksvolle Graphic Novel von Christina Laube und Mehrdad Zaeri (Bildprojektion) wird mit musikalischen Werken von Bach, Schostakowitsch, Bloch und Pärt u.a. illustriert.

Über das Buch:

Basierend auf einer wahren Geschichte: eindrucksvolle Graphic Novel über das Aufwachsen im Krieg | Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025

Deutschland, 1943: Während der Vater an der Front kämpft, hält seine Tochter an der Hoffnung fest, dass er irgendwann heimkehren wird. Als ihre Heimatstadt ausgebombt wird, flieht sie mit ihrer Mutter aufs Land: Ein neuer Ort, neue Gesichter, sie ist eine Fremde unter Fremden. Keine Chance, dass der Vater sie hier findet – wenn er überhaupt noch lebt. Obwohl sie nicht dieselbe Sprache sprechen, findet die Tochter eine Freundin in Anna, einer jungen ukrainischen Zwangsarbeiterin. Ohne Worte, nur durch Tanz, wachsen sie zusammen. Doch der Krieg reißt auch Anna aus dem Leben. Das Mädchen bleibt zurück, wird zur Frau, die Jahre vergehen, doch die Zeit heilt ihre Wunden nicht.

Beruhend auf einer wahren Begebenheit erzählen Christina Laube und Mehrdad Zaeri die Geschichte eines Mädchens, das im Zweiten Weltkrieg alles verloren hat. Mit einfühlsamen und bildgewaltigen Illustrationen ist dieses Buch für all jene, die für ihre Trauer keinen Ort haben, und ist außerdem ein eindrückliches Plädoyer für Frieden. 

Vitae

 .

Christina Laube verlor sich schon als Kind am liebsten in den Bilder- und Geschichtenwelten ihrer Bücher. Später wurde sie Fotografin und hielt Momente für Film, Theater und Weggefährten fest. Zum Schreiben gelangte sie Jahre danach durch einen schönen Zufall – mit großem Erfolg: Ihr erstes Scherenschnittbuch Marthas Reise wurde für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis 2019 nominiert sowie vom Deutschlandfunk unter Die besten 7 gewählt.

Die Freude am Gestalten und Erzählen wanderte vom Papier schließlich weiter an großflächige Hauswände. Heute tauscht sie Kamera und Stift regelmäßig gegen Pinsel und Sprühdose, um gemeinsam mit Mehrdad Zaeri als Duo Sourati poetische Wandgemälde zu schaffen. Auch ihre gemeinsame Graphic Novel ANNA – Was die Zeit nicht heilt fand große Anerkennung und wurde 2025 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Friederike Bauer studierte zunächst Violine an den Musikhochschulen Stuttgart und „Hanns Eisler“ in Berlin. Ihr Bratschenstudium absolvierte sie anschließend bei Prof. Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck; während dieser Zeit sammelte sie auch kammermusikalische Erfahrungen in der Klasse Prof. Walter Levin. 1999 bis 2002 war sie Stipendiatin der Villa Musica. Erste Orchesterverpflichtungen führten sie u.a. zur Jungen Deutschen Philharmonie und zum Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Seit 2002 ist sie Mitglied der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.
Zudem ist sie seit 2020 Künstlerische Leiterin der Waldkulturscheune.

Die polnische Pianistin Kasia Wieczorek zählt zu den gefragtesten Kammermusikerinnen ihrer Generation.Ihre Musikalität und erfrischen de Bühnenpräsenz erreichen Zuschauer auf der ganzen Welt. Sie konzentiert weltweit in schönsten Konzertsälen wie Gasteig in München, Wiener Konzerthaus, Concertgebouw Amsterdam. Als Gast war sie bei vielen renommierten Festivals zu sehen, wie beim Lucerne Festival, Beethoven Fest Bonn, Rheingau Festival, Mecklenburg – Vorpommern, Braunschweig, Dresden oder Ludwigsburger Schlossfestspielen.

Als eine außergewöhnlich vielseitige Kammermusikerin arbeitete sie zusammen mit Gidon Kremer, Augustin Hadelich, Antoine Tamestit, Steven Isserlis, Sol Gabetta, Grace Bumbry, Clara Yumi Kang, Mihaela Martin, Frans Helmerson.

Kasia Wieczorek ist als offizielle Klavierpartnerin bei den wichtigsten internationalen Wettbewerben zu Gast, wie beim ARD Wettbewerb München, Wieniawski Wettbewerb in Posen oder Aeolus Wettbewerb in Düsseldorf.

Neben regelmässigen Meisterklassen an Universitäten in Europa, Asien und den USA wirkte Kasia als ofizielle Pianistin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und an der Kronberg Academy.